Produkte aus biologischem Anbau und Gesundheit

Der Biologische Anbau ist eine Anbaumethode, bei der auf die Anwendung synthetischer Düngestoffe und chemischer Insektenvernichtungsmittel, Wachstumsbeschleuniger und Hormone verzichtet wird.

In der biologischen Landwirtschaft wird der Anbau von Monokulturen vermieden, d.h. eine Anbaufläche wird, zur Erhaltung des Nährstoffgehaltes mit wechselden Kulturen bewirtschaftet oder auch über einen Zeitraum zur Regenerierungstillgelegt. Diese Methode  verhilft der Agrarfläche Nährstoffe zu absorbieren und entsprechend an die Pflanzen abzugeben.

Darüber hinaus werden im Öko-Landbau natürliche Düngemittel, wie tierische Abfallprodukte (Dung) eingesetzt und die Felder und Agrarflächen mechanisch bewirtschaftet. So werden der Nährstoffgehalt des Bodens erhalten und die Insektenpopulationen gefördert, die Schädlinge und Parasiten auf natürlichem Wege bekämpfen.

Die ökologische Landwirtschaft und die Produktion von Bio – Lebensmitteln steht in direktem Zusammenhang mit Natur – und Artenschutz.

Bio – Produkte enthalten in ihrer Zusammensetzung 20% bis 30% weniger Wasser, verfügen aber über einen höheren Gehalt an Proteinen, Mineralstoffen, Enzymen und Vitaminen. Ebenso beinhalten Bio – Lebensmittel keine chemischen Zusatzstoffe, wie Geschmacksverstärker, Haltbarkeitsmacher, sowie künstliche Farbstoffe und Aromen darüber hinaus haben sie einen hervorragenden Geschmack.

Nährwert von Bio – Produkten

Studien der letzten Jahre bestätigen die Annahme, das der Verzehr von Bio – Produkten die Gesundheit schützt und durch den erhöhten Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen, ernsthafte Krankheiten abgewendet werden können.

Es wurde nachgewiesen, dass der Gehalt an Vitamin C, Kupfer, Zink und anderen Stoffen, sowie verschiedenen Stoffwechselprodukten von Orangen aus biologischem Anbau den Schutz des Körpers gegen Krebs und Herz- Kreislaufkrankheiten erhöht.

Durch den offensichtlich besseren Nährstoffgehalt von Bio-Produkten gegenüber Erzeugnissen aus der konventionellen Landwirtschaft werden auch Konsumenten, die nicht die empfohlene Tagesmenge von 5 Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen, gut mit Nährstoffen versorgt.

Der Gehalt an Mineralstoffen ist bei Bio-Produkten ebenfalls stark erhöht. Die weitverbreitete Ansicht, dass es keine Unterschiede zwischen konventionellen Agrarprodukten und Bio-Produkten gibt, ist lange widerlegt. Der Verzehr von Bio-Lebensmitteln stärkt die menschliche Gesundheit.

Bio Obst und Gemüse haben, im Verhältnis zu konventionellen Produkten nachweislich einen um 40 % erhöhten Gehalt an Antioxidanten und schützen so den menschlichen Organismus vor ernsthaften Erkrankungen

Zertifizierung von Bio-Produkten

Die Glaubwürdigkeit der Bio-Zertifikate stützt sich auf ein strenges Kontrollsystem, gemäß der Gesetzesgrundlagen 2092/91 und 1904/99 der Europäischen Gemeinschaft, dem alle Produzenten von Bio-Erzeugnissen verpflichtet sind.

Demzufolge unterliegt der Erzeuger in jedem Produktionsstadium, bis hin zum Produktvertrieb strengen Kontrollen. Agrarwissenschaftler kontrollieren die Bio-Höfe. Darüber hinaus werden Bio-Produkte von der Anpflanzung, bis hin zur Ernte und dem Vertrieb ständigen Analysen unterzogen, um die Einhaltung der strengen Regelungen zu gewährleisten

Die Zertifizierung eines Produktes mit dem Bio-Siegel setzt den entsprechenden biologischen Anbau, über mindestens drei Jahre vorraus. Das Produkt wird auf seiner Verpackung entsprechend den Vorschriften gekennzeichnet und muß die zertifizierende Organisation und den dazugehörigen Code aufweisen. Natürlich ist der Einsatz von Gentechnologie bei Bio-Produkten untersagt.

ZIELE DER ÖKOLOGISCHEN LANDWIRTSCHAFT
  • Die Produktion von nährstoffreichen Lebensmitteln in ausreichender Menge.
  • Die Interaktion mit den bestehenden Ökosystemen und Kreisläufen und die Unterstützung dieser Vitalkräfte.
  • Die Anregung und Unterstützung der ökologischen Kreisläufe, einschließlich der Funktion von Mikroorganismen, Flora und Fauna der Agrarflächen und Lebensraum von Tieren und Pflanzen.
  • Die Erhaltung und dauerhafte Verbesserung der Fruchtbarkeit von Agrarflächen.
  • Die größtmögliche Nutzung erneuerbarer Quellen in lokal organisierten landwirtschaftlichen Systemen.
  • In Bezug auf organische Stoffe und Nährstoffe soweit wie möglich in geschlossenen Systemen zu arbeiten.
  • Der größtmögliche Einsatz von Materialien und Substanzen, die auf einem Bauernhof oder anderswo wiederverwendet oder recycelt werden können
  • Die größtmögliche Vermeidung der Umweltbelastung durch die Agrartätigkeit.
  • Der Erhalt der natürlichen genetischen Vielfalt der Agrarökosysteme, einschließlich des Artenschutzes der Flora.
  • Die Existenzsicherung der Erzeuger, in Übereinstimmung mit den Menschenrechtsgrundsätzen der Vereinten Nationen zu sichern, ihre Grundbedürfnisse zu decken, ihnen ein ausreichendes Auskommen und eine Bestätigung durch ihre Arbeit, unter sicheren Arbeitsbedingungen, zu ermöglichen.
  • Die weiteren sozialen und ökologischen Auswirkungen von Agrarökosystemen zu untersuchen.